| Graubündener
Impressionen
(September 2008) |
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Der Schweizer Kanton Graubünden war für uns bisher (abgesehen von einer Reise A.D. 1987) allenfalls "Durchgangsland". Auf unseren Fahrten in den Süden waren wir immer bestrebt, möglichst schnell das "Hindernis Alpen" mit dem San Bernardino-Tunnel hinter uns zu lassen. Auslöser für unseren Wochenendtrip war die bis 2000 streng geheime unterirdische Artilleriefestung Crestawald bei Sufers (www.festung-gr.ch), für die es bisher wegen der eingeschränkten Öffnungszeiten nie zu einem Besuch gereicht hatte.
So machten wir daraus eine kleine Rundreise durch die Berge, auf der es uns wegen des anfangs schlechten Wetters und der Kürze der Zeit "nur" zu vielen kleinen und größeren Impressionen gereicht hat. Schließlich kann man in schlappen zwei Tagen nicht den ganzen Kanton erkunden...
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Unser erster Sightseeing-Stop: Chur, die Kantonshauptstadt von Graubünden, gilt als die älteste Stadt der Schweiz. |
| Blick auf den Bischöflichen Hof, ein Teil des alten Ortskerns, und die Kathedrale. |
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Die Altstadt besteht aus vielen sehenswerten Gebäuden aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. |
| Leider wirkte das Ganze wegen des trüben Wetters wenig einladend. |
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Beflaggung für den Auftrieb der Heiligen Kühe: die gesamte Altstadt wurde wegen einer Automobilausstellung gerade komplett mit Neufahrzeugen fast aller Marken zugestellt. |
| Hier wendet sich der Gast mit Grausen - allerdings auch wegen des Nieselwetters. Wir werden wiederkommen... |
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Auf dem Weg zum Albula-Pass gab es in Bergüns erste Wolkenlücken, weshalb wir uns gleich zu einem Rundgang durch das alte Dorf aufmachten. |
| Von Chur ging es über den Valbella-Sattel, Tiefencastel und Bergüns zum Albula-Pass. |
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Der trutzige, über 1000 Jahre alte Römerturm wurde als Flucht- und Wehrturm gebaut. Während des Baus der Albula-Bahn wurde er auch als Gefängnis genutzt. |
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Reich bemalte Hausfassaden. |
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Was um alles in der Welt ist ein Pikettfahrzeug??? |
| Lösung:
ein Einsatzfahrzeug für Feuerwehr, Rettungsdienst usw.!
Interessant: man darf hier trotzdem kurz halten... |
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Liebevoll bis ins Detail: Fensterladen-Feststellerin mit kokettem Hütchen. |
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Beispiel für die Sgrafitto-Technik der Fassaden-Verzierungen an den Häusern. |
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Farbenfroh: viele Häuser sind mit Blumen geschmückt. |
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Originell: hier darf sich der Gast mit Stil an der Haustüre bemerkbar machen. |
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Typischer Graubündener Hausstil: das massige Engadiner Haus mit Trichterfenstern, großen Bogentoren, Erkern und Malereien. |
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Das kleine Dorf hat nicht nur eine, sondern gleich drei Kirchen. |
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Der Kirchenraum ist reichlich mit bemalten Holzdecken und Fresken geschmückt. |
| Und natürlich wurde extra wegen uns auf der Orgel gespielt! |
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Wie früher: Kunstvoller Türklopfer statt sturer Klingel. |
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Typisches Erkerfenster: vom Ausguck hat man alles im Blick auf der Straße. |
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Herrschaftliche Veranda |
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Wie in der Modelleisenbahn: gerade noch oben auf der Brücke... |
| Auf dem Weg zum Albula-Pass querten wir mehrfach die Albula-Bahn, die den Höhenunterschied mit Hilfe von zahlreichen Brückenbauwerken und Tunnels bewältigt. Die Streckenführung wirkt dadurch sehr verwirrend. |
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...kommt der Zug gleich darauf unten wieder aus dem Tunnel. |
| Ein absolutes Muss für alle Eisenbahnfans ist eine Fahrt mit dem Zug von Thusis nach St. Moritz. Die Rhätische Bahn bietet dafür preiswerte Mehrtages-Fahrkarten an. |
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Kurz vor dem Albula-Pass ist die Stimmung wie in den norwegischen Bergen: Pferde, Wasserfälle und diesiges Wetter. |
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Am Albula-Paß: während auf der Nordseite alles in den Wolken verschwindet... |
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...reisst es auf der Südseite kurz darauf auf und lässt unerwartete Fernblicke zu. |
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Auf der Westrampe des Maloja-Passes: um ein Haar hätte es gekracht - stoische Rindviecher überqueren die Fahrbahn eben wann und wo sie wollen... |
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Bei Borgonuovo: der beeindruckende Wasserfall von Acquafraggia. |
| Gleich daneben befindet sich ein empfehlenswerter gepflegter Campingplatz, natürlich mit Blick auf den Wasserfall. Das permanente Rauschen des Wassers ist im Preis inbegriffen. |
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Auf dem Weg zum Splügen-Paß: während das Dörfchen am Hang noch von der Sonne gewärmt wird, sind die Berggipfel schon mit frisch gefallenem Schnee überzuckert. |
| Vorsicht Gegenverkehr! In den schmalen und z. T. gekrümmten Tunneln muss selbst mit Linienbussen gerechnet werden. |
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Am Splügen ziehen sich auf der Paßhöhe die Berge noch einmal hinter Wolken zurück. |
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In Splügen Dorf: der Anbau des Hotels Bodenhaus (Haus Sprecher) wirkt wie ein normales Gebäude, aber im Untergeschoß befinden sich Scheinfenster und... |
| Meister der Tarnung: viele Felsen, Gebäude, Mauern und Almhütten in der Schweiz sind in Wahrheit gar keine, sondern es handelt sich um Waffenstellungen und Bunker zur Landesverteidigung. |
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...es war dort ein Bunker eingebaut! Hinter der unauffälligen Verschalung (Pfeil) befand sich die Schartenöffnung für eine Maschinengewehr-Stellung, mit der die Straße und die MG-Kaverne Splügen Burg gesichert wurde. |
| Gerade die
Region um Splügen / Sufers war wegen der strategischen Lage schwer
befestigt: ein unterirdisches Artilleriewerk (für Bogenschüsse), 4
unterirdische Infanteriewerke (für Direktschüsse), 26 Kugelbunker, 13
Unterstände, Panzerbarrikaden, Sprengobjekte u. a. m.
Von all dem hatten wir auf unseren Fahrten durch das Tal des Hinterrheins bisher nichts wahrgenommen... |
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Ebenfalls völlig unauffällig: der Eingang zum bis vor wenigen Jahren absolut geheimen Artilleriewerk "Crestawald" bei Sufers. Und natürlich war hier früher auch kein Kassenhäuschen eingebaut! |
| Von 1939 bis
1941 entstand auf drei Etagen ein "Dorf im Fels" mit zwei 10,5
cm Festungskanonen, zwei Maschinengewehren und später noch 6
Fliegerabwehrkanonen. Es hatte eine eigene Strom-, Luft- und
Wasserversorgung für 90 Mann Besatzung und einen Vorrat von über 10 000
Granaten. Dazu wurden 7 000 m³ Fels aus dem Berg gebrochen. 1995 wurde die Festung als nicht mehr zeitgemäß eingestuft und stillgelegt, die Geheimhaltung ("Deklassierung") wurde 2000 aufgehoben. Die Baukosten betrugen seinerzeit 2,7 Mio. Franken. Die gesamte Einrichtung blieb vollständig erhalten und stellt inzwischen ein beeindruckendes "Museum" dar. Wer will, kann in den Mannschaftsunterkünften essen und sogar übernachten. |
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Als ob die Festungsbesatzung erst gestern weg gegangen wäre: voll ausgerüstete Gewehrständer.
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Auch die Werkstatt wirkt, als ob man alles nur stehen und liegen gelassen hätte. |
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Der Maschinenraum mit den elektrischen Schaltschränken und den beiden Dieselgeneratoren im Hintergrund. |
| Die Motoren der ersten Generation waren sehr störanfällig und fielen häufig aus, was sich natürlich auch auf die Ventilation auswirkte. Im Bunker herrschte dann ein intensiver Mief aus Dieselgeruch, Schweiss, Toiletten und Küche. |
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Die Luftfilteranlage wurde später auch noch für atomare, chemische und biologische Bedrohungen nachgerüstet. |
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Der einfache "gesichtslose" Soldat; wohl eine Wunschvorstellung vieler Militärs... |
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Höhere Dienstgrade dagegen haben natürlich den typischen "intelligenten" und coolen Gesichtsausdruck drauf... |
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Taugt nur noch für`s Museum: veraltete Panzerabwehrkanone. |
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Das gibt es nur in der Schweiz: die Jubiläumspistole - 700 Jahre Eidgenossenschaft. |
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Treppenaufgang und Schrägaufzug zur nächsthöheren Etage. |
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Alles noch da im
Kampfstand "Lucrezia". Das 10,5 cm-Geschütz ("Schwere
Motorkanone") wurde von 7 Mann,
die Gasmasken tragen mussten, bedient. Es konnten bis zu 6 Schuss
pro Minute über 17 - 22 km auf den Splügen-Paß und den San
Bernardino-Paß abgefeuert werden. Die Granaten wogen 15,5 kg.
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| Die Stahlplattenpanzerung, mit der der Kampfstand abgeschirmt wurde, wog 35 Tonnen. Der Einbau war in der damaligen Zeit eine logistische Meisterleistung. Es wurden spezielle Tieflader benötigt und vor Ort Schrägaufzüge installiert. |
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Sarkastisch: die Totenkammer wurde erst viel später nachträglich aus dem Fels gehauen. |
| Die Toten wären im Kriegsfall dort - mit Chlorkalk und Sand überschüttet- "zwischengelagert" worden. |
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Die identische Zwillingsschwester: der Kampfstand "Silvia" befand sich noch eine Etage höher. |
| Benannt wurden die Kanonen wahrscheinlich nach den beiden jüngsten Töchtern eines Oberstleutnants. Im Ernstfall nie eingesetzt, wurden zu Trainingszwecken trotzdem insgesamt 10 425 Schuss abgefeuert - allzeit bereit! |
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Blick aus der Geschützpforte von innen auf die vorgehängte Tarnung. |
| Die Tarnung konnte an Seilzügen wie bei einer Zugbrücke herabgelassen werden. In der linken Ecke ist eine separate Tür zu erkennen. |
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Aufgang zu einem der Maschinengewehr-Kampfstände. |
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Im Kampfstand: das Maschinengewehr konnte 600 - 1000 Schuss pro Minute abfeuern. Es konnte auf Sicht und mittels sog. Schießpanorama (am oberen Bildrand) auf Anweisung geschossen werden. Es wurden 4 Mann für die Bedienung benötigt. |
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Das Schiesspanorama im Detail: durch die Einteilung in Schussfelder konnte auch ohne Sicht "fremdgesteuert" durch den Kampfbeobachter geschossen werden. |
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Wenig komfortabel: der Aufstieg in den Beobachtungsstand. Von hier erfolgten die Schießanweisungen für die gesamten Festungsgeschütze. |
| Er war der höchste Punkt in der Festung und lag 32 m über dem Eingang. |
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So sehen die unterirdischen Kampfstände heute woanders aus: das Festungsgeschütz "Bison" hat eine Reichweite von bis zu 45 km und verschießt 15,5 cm Granaten. |
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Künstlicher "Felsen" als vorgehängte Schartentarnung, die wie ein Fensterladen weggeschwenkt werden konnte: hier die Vorderseite. |
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Und so sieht die Rückseite aus: auf ein Stahlgerüst mit Netz wurde Spritzbeton aufgetragen. Darauf wurde aufwendig ein an die jeweilige Umgebung angepasster Farbanstrich gepinselt. |
| Für den Farbanstrich gab es einen eigenen Beruf, den Tarnungsmaler (Wenn das Robert Lembke noch erlebt hätte!). Sie konnten sogar Rostspuren auf den Felsen nachahmen. Die spätere natürliche Besiedlung durch Flechten und Moose verstärkte den Tarneffekt nochmals. |
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Auch in der Mannschaftsunterkunft ist noch alles da, es kann sofort losgeschlafen werden! |
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Fertig machen zur Anprobe! Oder haben sich da doch noch irgendwo ein paar Unentwegte versteckt? |
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Der Schein trügt: Schwerverletzte konnten im Behandlungszimmer im Ernstfall gar nicht versorgt werden... |
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...und auf der Krankenstation ging es viel enger zu, da früher doppelstöckige Betten eingebaut waren. |
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Der Festungskommandant hatte natürlich sein eigenes Zimmerchen. |
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Voll korrekt: selbstverständlich hatte man im Berg auch seine eigene kleine Poststelle für Briefe und Pakete. |
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Suchspiel: wo ist auf dem Bild die Fliegerabwehrkanone und die getarnte Maschinengewehrstellung??? |
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Na hier, wo denn sonst? |
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Und da, ist doch klar, oder etwa nicht??? |
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So präsentiert sich "Lucrezia" von außen, allerdings ohne vorgehängte Tarnung. |
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Nahaufnahme von "Lucrezia". Mit dem Kettenvorhang sollte die Wirkung einschlagender Hohlladungsgeschosse abgemildert werden. |
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"Silvia" versteckt sich hinter einer eher untypischen, weil 50 m² großen und glatten Tarnung, die wie eine Zugbrücke auf die Rampe im Vordergrund herunter gelassen werden konnte. |
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Auch nicht echt: der Felsen ist ein Betonklotz mit zwei verhängten Öffnungen für den Kampfbeobachter. |
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Noch ein Suchspiel: im idyllischen Sufers am Stausee für die Kraftwerke Hinterrhein verbergen sich zwei Bunker. Wo sind sie? |
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Nein, hier sind sie nicht. |
| Obwohl, bei den Schweizern weiss man eigentlich nie... |
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Wie bitte? Immer noch nicht entdeckt??? |
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Das Pferd ist echt, die Ställe sind falsch: in diesen netten Almhütten versteckt sich das Werk Sufers mit einer 4,7 cm Infanterie-Kanone und vier Maschinen-Gewehren. |
| Der zweiteilige Bunker war schon 1939 fertig gestellt und hatte eine Besatzung von 16 Mann. |
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Perfekt getürkt: der daneben gelegene Kleinstall ist ein Beobachterstand und ist mit dem Kampfbunker über einen unterirdischen Gang verbunden. |
| Die Holztreppe führt ins Nichts, die Verbretterung, Tür und Fenster sind aufgemalt... |
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Wie gesagt, nur das Pferd ist echt! Der Dachaufbau ist eine Attrappe, der Rest ist "verschönerter" Beton. |
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Bis ins Detail mit einer zweiflügeligen Stalltür und Fenstern bemalte Schartendeckel, hinter denen sich die Panzerabwehrkanone befand. |
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Und wozu braucht eine Almhütte eigentlich solche merkwürdigen Kamine? |
| Auf der Rückseite des Bunkers war der Auspuff für den Festungsmotor versteckt. |
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Heidi und der Geissenpeter leben auch noch! Oder sind das alles getarnte Soldaten? |
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Ob das wirklich nur ein alter Heuwagen ist? Oder doch eine mobile Panzersperre? |
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In der nahe gelegenen Rofflaschlucht hat sich der noch junge Hinterrhein tief eingeschnitten. |
| Der etwas unglücklich beworbene Eingang zur sehenswerten Schlucht ist im Gasthaus "Rofflaschlucht". Die enge Klamm ist eine gute Alternative zum Rummel in der viel bekannteren Viamala-Schlucht. |
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In den Wintern von 1907 bis 1914 stellte der Besitzer des Gasthauses in mühsamer Eigenleistung die Felsengalerie her. |
| Nach 10 000 von Hand gebohrten Sprenglöchern und 8 000 Sprengschüssen konnte man dann tatsächlich bis zum Wasserfall gelangen (mehr dazu: www.rofflaschlucht.ch). |
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Am Beginn der Schlucht stürzt der Hinterrhein als Wasserfall herab, das Rauschen wird von den steilen Wänden intensiv zurückgeworfen, fast ein mystischer Platz. |
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Am Ende des Weges kommt man dem Wasserfall zum Greifen nah. |
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Und tatsächlich: man kann unter dem Rhein hindurch gehen! |
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Der Wasservorhang "von hinten", ein stimmiges Highlight zum Schluss unserer Fahrt. |
| Schön war´s :-) |